Lebensräume – Ästhetik – Menschlichkeit

Die Erarbeitung innovativer Konzepte für die Schaffung von komplexen urbanen Lebensräumen sind integraler Bestandteil jeder Planung von Anfang an. Lebensräume sind z.B. Arbeitswelten, ebenso wie Wohnwelten. Alle den Stadtraum prägenden, von Menschen genutzten und von Gebäuden geprägten Bereiche sind Lebensräume - Räume, in denen Menschen leben. Menschlichkeit und zukunftsweisende Ästhetik verbinden wir in baukünstlerischer Gestalt. Klimatechnische, energietechnische, soziokulturelle und ästhetische emotionale Leitlinien werden im Entwurfsprozess zusammen mit den Auftraggebern formuliert.

Energiebilanz – Ökobilanz – Kreisläufe – Lebenszyklen

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Zerstörung natürlicher Ressourcen und wachsender Umweltbelastung sowie der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse ist energieeffizientes Planen von großer Bedeutung. Dabei geht es um die Betrachtung der Lebenszyklen von Gebäuden und baulich integrierter Energie-, Wasser- und Stoffkreisläufe. Der Begriff der „nachhaltigen Kreisläufe“ bezieht sich auf ökologische Kreisläufe und umfasst ebenso ökonomische, gesellschaftliche, emotionale und kulturelle Werte.

Technologie – Langlebigkeit– Ressourceneffizienz

Innovative Lösungen im Bereich Konstruktion interdisziplinär angelegt, werden unter dem Gesichtspunkt der ökonomischen Investitionsmöglichkeiten des Auftraggebers und der Ressourceneffizienz des Projektes entwickelt. Damit verbunden ist die Entwicklung der Nutzung klimatischer Faktoren, z.B. Solarnutzung, tages- und jahreszeitlicher Temperaturverlauf, die Nutzung geothermischer Möglichkeiten. Ziel sind dauerhafte, langlebige Gebäude mit einer natürlichen und weitestgehend energieneutralen Gebäudekonditionierung, also ökologisch innovative Hüllsysteme als Technologie für unterschiedliche Gebäudenutzungen.

Baukunst – Emotionen – Atmosphäre

Architektonischer und städtebaulicher Entwurf im Kontext von Kultur und Ort, im Zusammenspiel von Werten und gesellschaftlichen Bedürfnissen: Die vielschichtigen Zusammenhänge von Architektur und Städtebau sind für uns Kultur- und Integrationsdisziplinen. Kulturelle Identität, Sensibilität und Kreativität in der Architektur verstehen wir als Notwendigkeit. Baukünstlerische Ästhetik und das Interpretieren regionaler Besonderheiten in Verbindung mit zukunftsweisender Technologie führen wir zu individuellen Lösungen und zu eigenständiger Identität. Die Reaktionen des Betrachters und des Nutzers sind dabei in erster Linie emotional. Unser Wissen um die emotionale Wirkung jedes Entwurfsaspektes ist Grundlage für die Schaffung von positiv erlebbarer Atmosphäre - zur Schaffung von „erinnerungsfähigen“ Räumen. Eine Emotion ist ein komplexes Muster von Veränderungen. „Die Veränderungen betreffen die physiologische Erregung, Gefühle, kognitive Prozesse und Verhaltensweisen. Sie treten als Reaktion auf eine Situation auf, die ein Individuum als persönlich bedeutsam wahrgenommen hat“ (nach Kleinginna& Kleinginna, 1981). Die Rezipierung von gebauter Umwelt über die reine Funktion hinaus ist für den Großteil der Bevölkerung rein emotional. Sowohl Harmonie, Friedfertigkeit, Heiterkeit und Freude können Architekturen ausstrahlen, als auch Agression, Macht, Härte und abweisende Kälte demonstrieren. Unsere Aufgabe ist, immer zu wissen, was wir mit unserem Handeln auch emotional bewirken, welche Emotionen wir mit der Architektur auslösen wollen und das Können, diese zu entwerfen und zu realisieren.

Kultur + Ort - Verantwortung - Identität

Konzeptioneller Bestandteil unserer Arbeit ist die Einbeziehung von regionalem und traditionellem Wissen, in Respekt vor dem Ort, im Wissen um die Kultur. Die interkulturelle Kommunikation versteht unter Kultur ein gültiges Sinnsystem oder die Gesamtheit der miteinander geteilten verhaltensbestimmenden Bedeutungen für eine größere Gruppe von Menschen. Wissenssoziologisch könnte man eine Kultur auch als das einem Kollektiv gemeinsame "Wissen" kennzeichnen, d.h. als die im Bewusstsein seiner Mitglieder verankerten Erwartungen hinsichtlich üblicher Verhaltensweisen, Werthaltungen, sozialer Deutungsmuster und Weltbilder. In der oft multikulturellen Gesellschaftsform der heutigen Stadtgesellschaft innerhalb von Deutschland ist die Frage und die Antwort nach Kultur und Ort für uns gekoppelt mit dem Wunsch nach harmonischer identitätsvoller Weiterentwicklung. Die Entwicklung eines Ortes im Bewusstsein, dass dieser über viele Jahrzehnte - vielleicht länger - von Architektur geprägt wird und sich kulturell auf die Menschen auswirken wird, lässt uns mit Verantwortung und mit Vorsicht agieren. Die Bewahrung und Weiterentwicklung oder Neuschaffung eines Ortes im Bewusstsein der menschlichen, emotionalen und funktionalen Bedürfnisse nach dem erlebbaren städtischen „Zuhause" mit eigener Identität ist Teil unseres „Credo's".

Generationengerechtigkeit - Gender Mainstreaming - Soziologie und Gesellschaft

Unser Zeichen, die Spirale, begreifen wir als Modell für komplexe Strategien. Das aktuelle Pilotprojekt 360° Lokstedt mit den Leitgedanken „Gender Mainstreaming“ im grünen Stadtquartier kombiniert mit modernen Bauverfahren und generationengerechtem, d.h. alternsgerechtem Gesamtkonzept und der Schaffung und Förderung soziokultureller Werte durch aktive Nachbarschaft beinhaltet alle Aspekte dieser Komplexität. „Gender Mainstreaming“ bedeutet hier, Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu unterstützen, im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderphase, als Teil des Konzeptes Unterstützung durch das Stadtquartier. Damit verbunden sind das Angebot eines Info-Treffpunktes auf dem zentralen grünen Platz und eines internetgestützten Nachbarschafts-Kommunikationstools zum Informationsaustausch, sowie die alternsgerechte, schwellenfreie und generationengerechte Architektur und Freianlagenkonzeption.

Stadtumbau - Sanierung - Denkmalschutz

Die Weiterentwicklung und Revitalisierung vorhandener städtischer und baulicher Strukturen auf der Basis ihrer historischen Dimension gewinnt im Zusammenhang mit Stadtumbau und der Steuerung des Wandels für Kultur und Ort eine hohe Bedeutung. Die Entwicklung geeigneter Planungs- und Entwurfsstrategien für die Bewertung des Bestands, die Anpassung von Entwurfs- und Planungsmethoden und nicht zuletzt die Konzeptionsentwicklung in Interaktion mit Politik, Verwaltung und Bürgern basiert bei uns auf den Erfahrungen langjähriger Entwicklungen von der ersten Idee bis hin zur konkreten baulichen Realisierung. Sinnvoller Denkmalschutz und moderne Stadtentwicklung sind notwendiger Bestandteil lebendiger Metropolen.

Bauen mit dem Bestand - Energiebilanz - Technologie

Modernisierung und Sanierung, Umbau und konzeptionell Weiterentwicklung von Bauwerken und Stadtstrukturen entwickeln, prüfen, vielschichtig diskutieren und umsetzen bedeutet Werterhalt und Wertentwicklung. Dabei steht die materialgerechte und objektbezogene technologische Auseinandersetzung mit der vorhandenen Bausubstanz am Anfang. Sie bildet den Ausgangspunkt für die Vernetzung von historischen, technischen und strategisch-konzeptionellen Aspekten, die von besonderer Bedeutung für zukunftsweisende „Gestaltung von Lebensräumen“ und Ressourceneffizienz durch Erhalt der „grauen“ Energie im und mit dem Bestand ist.

Schwellenfreiheit - Emotionen - Energieoptimierung

Die frei nutzbare, schwellenfreie und gemischte Stadt für alle Altersgruppen und für alle Menschen ist nach unserer Vorstellung eine der wichtigsten Grundlagen für ein besseres Zusammenleben in dicht besiedelten Gebieten, Städten und Metropolen. Je höher die Flächeneffizienz von Metropolen ist, desto sensibler muss die Planung sein. Es ist uns möglich, sensible, positiv auf die Menschen wirkende, sinnlich nachhaltige Architektur zu schaffen, die überzeugt. Unsere zukunftsorientierte Architektur, die emotional von den Menschen angenommen wird und somit lange Bestand haben kann, ist auch klimatisch von Vorteil - zur Sicherung der „grauen“ Energie der Materie, die in Gebäuden mit hoher emotionaler Akzeptanz langfristiger gepflegt und erhalten wird. Längere Lebenszyklen für Bauten durch emotionale Hochwertigkeit bedeutet also auch Vorteile für den Klimaschutz und Werteerhalt.

Generationengerechtigkeit – Alternsgerecht

Wir sind Spezialisten für generationengerechtes, schwellenfreies und „alternsgerechtes“ Planen und Bauen. Alternsgerecht bedeutet, man kann Jung anfangen und Alt werden, ohne den Ort verlassen zu müssen. Die frei nutzbare, schwellenfreie Stadt für alle Altersgruppen und für alle Menschen ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein besseres Zusammenleben in dicht besiedelten Gebieten, Städten und Metropolen. Je höher die Nutzungsdichte ist, desto sensibler muss geplant werden, um negative Emotionen, Vandalismus und Aggression zu vermeiden.

Ökonomie - Verantwortung

Am Anfang und am Ende jedes Projektes steht der Investitionsrahmen. Konzept, technische Standards und Materialqualität werden ermöglicht und begrenzt. In unserer Rolle als Architekten und in erweiterter Form auch als Generalplaner stehen wir als Koordinatoren unterschiedlicher Fachdisziplinen für eine Integration von Gebäudetechnik, Konstruktion und Baukunst mit dem Ziel einer optimierten Lösung. Als Generalplaner und als Architekten und Stadtplaner leisten wir eine marktgerechte Balance zwischen Spezialisierung und einer Leistungsbreite, die flexible Reaktionen auf wechselnde Anforderungen ermöglicht, immer mit der Fortschreibung der Kostenkompetenz aus den Erfahrungen der laufenden Projekte. Der Markt und die Auftraggeber fordern zunehmend integrierte Dienstleistungen und Verantwortung aus einer Hand. Durch Vernetzung mit Fachplanern aus anderen relevanten Bereichen präsentieren wir bei Bedarf maßgeschneiderte Projektteams - mit uns als Generalisten und damit als verantwortliche, haftende Ansprechpartner. Die Bündelung von Verantwortung schafft für den Auftraggeber eine optimale Übersicht und Sicherheit, gerade im Rahmen der ökonomischen Rahmenbedingungen. Die Fachkompetenz und die ständige Praxis, das gesamte Spektrum der HOAI - Leistungsphasen 1-9 anzubieten, entspricht unserem Berufsbild. Städtebauliche Entwürfe, Wettbewerbe sind der Anfang, die Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung sind bei uns alltägliche Praxis.

Werte

Werte sind Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft. Durch die Erziehung und die Umwelt erzeugte Grundeinstellungen, die bestimmen, was man schätzt, was man für sinnvoll hält und glaubt. Wertmaßstäbe geben Halt und begründen die persönlichen Ziele. Alle Eindrücke werden bewusst oder unbewusst an den Werten gemessen. Der Wert, die Stadt, die Metropole, die Region als Zuhause, als erinnerungsfähig, als besonders schön, oder auch einfach emotional als „wertvoll“ zu erleben ist von großer Bedeutung für die „Erdung“ des Einzelnen im Rahmen seiner Gesellschaft. Veränderungen schaffen Chancen für Werte - Architektur und Städtebau sind immer Veränderung mit der Chance auf Verbesserung. Die Definitionen von Verbesserung durch Architektur sind oft unterschiedlich in den Fachkreisen des Berufs und bei anderen Bevölkerungsgruppen. Dieser Spagat hat uns zum Entwickeln einer eigenen Position zum Thema Wertegrundlage für unsere Architektur veranlasst und ist Grundlage für unsere Arbeit.